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Redirects: So finden deine Besucher (und Google) immer den richtigen Weg

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Du klickst auf einen Link – und landest trotzdem da, wo du eigentlich hin willst, obwohl die ursprüngliche Seite gar nicht mehr existiert? Willkommen in der Welt der Redirects! Klingt technisch, ist aber in Wahrheit ein ziemlich cleverer Trick, um sowohl Nutzer als auch Google nicht ins Leere laufen zu lassen.

Ob bei einem Domainwechsel, einer Seitenüberarbeitung oder einfach, weil Inhalte neu sortiert wurden – Redirects sind der unsichtbare Wegweiser im Netz. Und für SEO? Extrem wichtig.

Was genau ist ein Redirect?

Ein Redirect (zu Deutsch: Weiterleitung) sorgt dafür, dass du beim Aufruf einer bestimmten URL automatisch zu einer anderen Adresse weitergeleitet wirst. Das passiert oft unbemerkt im Hintergrund – entweder direkt auf dem Server oder über den Browser.

Der Sinn dahinter? Niemand soll auf einer kaputten Seite landen oder veraltete Inhalte sehen. Stattdessen bringt dich ein gut gesetzter Redirect genau dahin, wo du die gesuchten Infos findest. Und Google? Findet das ebenfalls richtig gut – wenn du die Weiterleitungen sauber setzt.

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Welche Redirects gibt’s – und wann nutzt man was?

301-Redirect: Die dauerhafte Lösung

Wenn eine Seite endgültig verschoben wurde, kommt der 301-Redirect ins Spiel. Er sagt Google: „Hey, hier gibt’s nichts mehr – aber guck mal, da drüben ist der neue Ort!“ Und das Beste: Der sogenannte Linkjuice, also der SEO-Wert der alten Seite, wird größtenteils mitgenommen.

Beispiele:

  • Du ziehst von http auf https um.
  • Eine alte Seite wird durch eine neue ersetzt.
  • Du wechselst deine Domain.

302-Redirect: Nur mal kurz weg

Der 302-Redirect ist der kleine Bruder des 301 – nur eben nicht für immer. Er sagt Google: „Die ursprüngliche Seite ist bald wieder da, keine Sorge.“ SEO-technisch wird hier aber kein dauerhafter Wert übertragen.

Beispiele:

  • Deine Produktseite ist kurzzeitig offline.
  • Du machst Wartungsarbeiten.

307-Redirect: Die moderne, klare Ansage

Auch der 307 ist temporär, aber mit einem kleinen Unterschied: Er bleibt technisch sauber und sorgt dafür, dass bei der Weiterleitung die gleiche HTTP-Methode (wie GET oder POST) verwendet wird. Für Entwickler oft die bevorzugte Variante – für den Nutzer macht’s keinen spürbaren Unterschied.

Meta-Refresh & JavaScript-Redirects – eher Notlösungen

Diese Art von Weiterleitungen läuft über den Browser. Meist sieht man sowas wie: „Sie werden in 5 Sekunden weitergeleitet.“ Klingt oldschool? Ist es auch. Und aus SEO-Sicht: eher nicht optimal. Google bevorzugt serverseitige Redirects – Punkt.

Und wie beeinflusst das Ganze dein SEO?

1. Du behältst deinen SEO-Wert

Ein sauberer 301-Redirect überträgt die Power deiner alten Seite auf die neue. Und das ist entscheidend, wenn du keine Rankings verlieren willst – besonders bei Relaunches oder Domainwechseln.

2. Duplicate Content? Vermeiden, nicht verstecken

Wenn derselbe Inhalt unter mehreren URLs erreichbar ist, wird’s kritisch. Mit einem Redirect sagst du Google klar, welche Version zählen soll. Ordnung muss sein.

3. 404-Seiten? Nein danke!

Nichts ist ärgerlicher als eine „Seite nicht gefunden“-Meldung. Für Nutzer wie für Google. Mit einem passenden Redirect hältst du Besucher bei Laune – und Google ebenfalls.

Best Practices für saubere Redirects

  • Nutze 301-Redirects für alles, was dauerhaft verschoben wurde.
  • Vermeide Redirect-Ketten! Drei Weiterleitungen hintereinander? Das mag kein Browser und keine Suchmaschine.
  • 302-Redirects nur dann, wenn du sicher bist, dass die alte Seite bald wieder online geht.
  • Check regelmäßig auf tote Links und leite sie sinnvoll weiter.

Fazit: Redirects – kleine Helfer mit großer Wirkung

Wenn man’s richtig macht, merkt der Nutzer nichts – aber Google merkt sich alles. Ein sauber gesetzter Redirect schützt deine Rankings, hält deine Besucher bei der Stange und sorgt dafür, dass im großen Labyrinth Internet niemand verloren geht.

Also, beim nächsten Website-Update nicht vergessen: Redirects sind keine Technik-Spielerei, sondern echte SEO-Retter.

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